FASNACHTS-UMZUG / Ischeller Neckertal
Sonntag, 19. Februar 2012
Um 11.11 Uhr Start beim Bahnhof Brunnadern
Jetzt anmelden unter; www.ischeller-neckertal.ch
Neunutzung für Bahnhof gesucht
Auf Ende Mai schliesst die Schweizerische Südostbahn den Bahnhof Brunnadern. Der Gemeinderat sucht
nun unter Mithilfe der Bevölkerung Ideen für eine sinnvolle Nutzung des bald leerstehenden Bahnhofgebäudes.
URS M. HEMM
BRUNNADERN. Was in vielen anderen kleineren Gemeinden bereits Realität ist, steht Brunnadern nun bevor – die Schliessung des
Bahnhofs. Neben des Verlustes des Billettverkaufs und der Schliessung des Bahnhof-Shops beschäftigt den Gemeinderat und
die Bevölkerung aber auch die künftige Nutzung des bald brachliegenden Gebäudes.![]()
Um eine optimale Lösung zu finden, die von der SchweizerischenSüdostbahn (SOB) alsBesitzerin der Liegenschaft, aber auch
von der Bevölkerung unterstützt wird, rief derGemeinderat im Mitteilungsblatt dazu auf, Vorschläge zu formulieren. Um diese zu
sammeln und zur Diskussion zu stellen, lud Gemeinderat Bruno Vogt am Mittwochabend zum Ideenstamm im Bahnhof-Shop ein.
Rund 50 interessierte Einwohnerinnen und Einwohner, Hansueli Lüthi, Leiter Immobilien der SOB, und Vertreter der Gemeinde folgten
dem Aufruf.
Nicht nur für Touristen wichtig
In einer kurzenEinführung unterstrich Bruno Vogt die Bedeutung des Bahnhofs nicht nur für Brunnadern, sondern für das gesamte
Neckertal. «Unser Bahnhof ist der Verkehrsknotenpunkt für die Bahn und für Postautos im Tal und somit für dessen Bewohner
sowie für den Tourismus vongrosser Wichtigkeit», betonte er. Es sei hinsichtlich der geplanten Förderung des Tourismus im Neckertal
denkbar schlecht, wenn Touristen an ihrer ersten Destination im Tal auf einen verwaisten Bahnhof treffen würden, ohne jegliche
Möglichkeit, sich weiter zu informieren, so Bruno Vogt weiter. Zudem habe er aus Einzelgesprächen vernommen, dass eine Weiterführung
eines Kioskes in breiten Kreisen der Bevölkerung erwünscht sei. Er wollte diese Überlegungen bei einer Neunutzung nicht zur Bedingung
machen, bat jedoch darum, sie nach Möglichkeit bei Vorschlägen zu berücksichtigen.
Hilfe am Billettautomaten
Ein Jugendcaf´e, eine genossenschaftlich organisierte Beiz, ein neuer Bibliotheks-Standort oder ein Verkaufs- und Schulungsraum
für die Stiftung Auboden, der mit einer Annahmestelle für deren Chemische Reinigung gekoppelt werden könnte. Das sind
die Vorschläge, die bei den Teilnehmenden auf ein grundsätzlich positives Echo stiessen. Im Laufe der offenen Diskussion
über die genannten Ideen kristallisierten sich drei grundlegende Anliegen heraus, die in Betracht gezogen werden sollten: Zumeinen
werde das Kioskangebot mit Zeitungen und Zeitschriften sowie die Tatsache, dass der Kiosk auch sonntags geöffnet
sei, von der Bevölkerung sehr geschätzt. Zum anderen wünschten sich vor allem ältere Menschen Betreuung und Unterstützung
bei der Bedienung des Billettautomaten, da der Schalter der SOB geschlossen werde. Ein dritter wichtiger Punkt sei, dass
bestehende Angebote nicht durch eine neue Einrichtung im Bahnhofgebäude konkurrenziert werden, fasste BrunoVogt zusammen.
Zudem sollten Touristen die Möglichkeit haben, sich über weiterführende Angebote informieren zu können. Für die Einreichung
weiterer Ideen setzte Bruno Vogt eine Frist bis zum 8. Februar. Danach werde eine Arbeitsgruppe, die aus je einem Vertreter des Gemeinderates,
der Stiftung Auboden, der Gemeindebibliothek, des Forums Brunnadern und den Initianten der besten Ideen bestehen soll, bis
Ende März ein Konzept der Bevölkerung vorlegen. «Die Zeit drängt», sagt Bruno Vogt, «denn das Schlechteste,was wir in
dieser Situationtunkönnten,wäre gar nichts zu tun.»

